GEWÄSSERUNTERHALTUNG an der Salza

Salza Impressionen

Unser Ziel ist es, uns anvertraute Reviere sehr schonend zu bewirtschaften. Hilfreich unterstützt uns bei diesen Vorhaben der naturgemäße Gewässerverbau. 

 

Die hochwertigen Naturräume

 

Naturbelassene Hochwasserabflussgebiete zählen in mehrfacher Hinsicht zu den wertvollsten Landschaftselementen. Sie sind vor allem Raststätte für unterschiedlichste Lebewesen in denen sich die Natur in ihrer Vielfalt wieder sammeln und entwickeln kann. Für die ans Wasser gebundenen Lebewesen bilden sie mit den strukturierten Seitenarmen und Stillwasserzonen in der Zeit der Entwicklung die Kinderstuben und im Hochwasserfall Rückzug- und Einstandsgebiete. Diese Gewässersituationen sind in dem letzten 50 Jahren fast völlig abhanden gekommen. Der Zustand führte in Verbindung mit anderen Veränderungen wie der intensiven Nutzung der Landwirtschaft bis an die abgeräumten Ufer, zu einer Verarmung der Vielfalt und somit in ganzheitlicher Sicht, auch zu einer Abwertung des Landschafts- und Naturraumes. Da diese negativen Erscheinungen an der Salza nie entscheidende Maße angenommen hat, ist es zu verdanken, dass der Naturraum „ Salza“ zu den hochwertigsten von Österreich zählt. Aufgabe für die Zukunft muss es daher sein, diesen Standort zu erhalten und wo wirtschaftlich möglich für entsprechende Voraussetzungen zu sorgen.

 

Möglichkeiten der Sicherung

 

Das es nicht nur so bleibt und auch verbessert werden kann zeigen die Beispiele des letzten Jahres. Zum Erreichen dieser Ziele im Sinne  einer naturgemäßen Erhaltung unserer Gewässer hat die Baubezirksleitung Bruck an der Mur auch in diesem Jahr in Verbindung mit ökologischen Baumaßnahmen dem Flusssystem wieder Hochwasserabflussgebiete "zurückgegeben":

 

* am Aschbach bachabwärts vom Sportplatz
* am Grünauerbach im Bereich Kaml & Huber
* an der Salza beim Sigmundsberg
* an der Salza beim Schwemmholzgürtel unterhalb der Prolesleit'n

 

Diese Rückführungen konnten nur mit dem Verantwortungsbewusstsein der Förderungsgeber Ministerium f. L. u. F. und dem Land Steiermark mit ihren zuständigen Beamten sowie den örtlichen Bauträgern gelingen. Ziel dieser Maßnahmen ist einen treppenartigen Verbund am Gewässer und den bestehenden Biosystemen herzustellen, sodass Wanderbewegungen zur Arterhaltung und genetischen Vielfalt sichergestellt werden.

 

Fischökologische Bedeutung dieser Lebensräume

 

Jede Erweiterung des Gewässerraumes ist eine Aufwertung für die an diese Bereiche gebundenen Lebewesen. Dazu zählt auch die vermehrte Vielfalt an Pflanzen, Bäumen und deren Bewohner. Die Entwicklung eines guten und hochwertigen Fischbestand ist untrennbar mit diesen natürlichen Qualitäten verbunden. Insbesonders die in einem Leitprojekt an der Salza eingebundene Äsche bedarf für ihre Entwicklung bestimmte, sehr naturnahe, dynamische Aufwuchsverhältnisse. Die Errichtung von an das Hauptgewässer angebunden und für sie leicht erreichbaren Nebengewässern mit den angeschlossenen Stillgewässern als Rückzugsgebiete bei Hochwasser von großer Bedeutung. Die Beobachtung der Äschenschulen am Aschbach, bereits ein Jahr nach der Errichtung, zeigen den richtigen Weg nach einer natürlichen Aufzuchtentwicklung.

 

Kooperationspartner

 

Das gerade dieser Weg an der Salza beschritten wird, ist dem weitreichenden Verständnis der zuständigen Verantwortlichen, des Fischereiberechtigten und der ÖBF AG Forstbetrieb Steiermark, gutzuschreiben. Das die eingeschlagene Richtung mit dieser Art der Bewirtschaftung stimmt, zeigen die steigenden Fischbestandsdichten.   

 

Ihre Familie Pijawetz